Glossar Partnermanagement · Phase 6 von 7
Aktivitätsgefälle
Christopher Niekamp · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026
Das Aktivitätsgefälle beschreibt das Muster, dass wenige Partner nahezu den gesamten Partnerumsatz erzeugen, während ein langer Rest inaktiv bleibt.
Einordnung
Die verbreitete Reaktion darauf ist die Gewinnung weiterer Partner. Damit wird der inaktive Teil länger, nicht der Umsatz größer. Der größere Hebel liegt fast immer bei den vorhandenen Partnern: Wer versteht, warum ein Partner nicht ins Handeln kommt, löst das Problem an der Ursache statt an der Menge.
Beispiel
Ein Softwarehersteller führt eine lange Partnerliste. Beim genauen Hinsehen kommt fast der gesamte Partnerumsatz von wenigen Partnern, der Rest hat seit Monaten keine Verkaufschance gemeldet. Statt weitere Partner zu werben, spricht das Team mit den inaktiven Partnern über die Gründe. Bei den meisten fehlt ein Einstiegsangebot, das sich ohne Vorführung durch den Hersteller verkaufen lässt.
Beispiel zur Veranschaulichung, kein einzelner Kundenfall.Wo der Begriff im Partnermanagement hingehört
Der Begriff gehört zu Phase 6 des PARTNEO Partner-Lifecycle, Steuerung und Kennzahlen. In dieser Phase messt ihr, welche Partnerschaft trägt, und greift ein, bevor der Verfall im Umsatz sichtbar wird. Wie weit ihr in dieser Phase seid, zeigt der Reifegrad-Check.
Verwandte Begriffe
- YieldYield bezeichnet im Partnergeschäft den Ertrag je Partner: welchen Umsatz oder Deckungsbeitrag ein einzelner Partner im Verhältnis zur investierten Betreuung liefert.›
- PartnersegmentierungPartnersegmentierung teilt das Partnerportfolio nach Potenzial und Engagement in Gruppen ein, damit Betreuungszeit dorthin geht, wo sie am meisten bewirkt.›
- Partner-KPIPartner-KPIs sind die Kennzahlen, mit denen ein Unternehmen Zustand und Erfolg seines Partnergeschäfts misst, von frühen Signalen wie Schulungen und gemeldeten Verkaufschancen bis zum Partnerumsatz.›

